Gemeinnütziger Verein




 

Montagen

Angel-Montagen (Rigs)


Dies ist, wie der Bildtitel schon sagt, die Standard-Montage, mit
der die meisten Angler angefangen haben und die auch wohl Gebräuchlichste.
Sie ist gerade an stehenden Gewässern die Methode der Wahl,
einen Köder in vorher definierter Tiefe anzubieten. Sie ist
auch für Fließgewässer geeignet. Der einzige Nachteil bei
Fließgewässern ist jedoch, dass alles mit der Strömung
flussabwärts treibt, was aber auch durchaus erwünscht sein
kann. "Trotting" nennt sich auf neudeutsch die
Methode, den Köder über lange Strecken Flussabwärts treiben
zu lassen. Hierbei sollte beachtet werden, dass gerade bei
Fließgewässern die Spaltbleie gleichmäßig auf der Schnur
verteilt sind, um das rasche Absinken des Köders zu gewährleisten.


Dieses Rig (Waggler-Rig) ist im Vergleich mit der Voranstehenden etwa
gleichwertig. Die Gefahr von Tangles (Schnur verknotet sich
beim Einwurf an der Pose) ist jedoch etwas geringer. Großer
Vorteil dieser Montage ist: man kann die Schnur durch schnelle
seitliche Bewegungen der Rutenspitze leicht versenken. Dies
hat den Effekt, dass bei starkem Wind oder bei an der Oberfläche
umhertreibenden Algen oder sonstigen Pflanzenteilen (Blätter
etc.) das Rig nicht so leicht abgetrieben wird bzw. dass sich
die Schnur mit diesen Pflanzenteilen nicht verhäddern kann.
Einziger Nachteil: die Schnur wird wahrscheinlich unter Wasser
weiter absinken, so dass (1.) beim Anhieb die Pose zunächst
durch den Widerstand des Wassers nach unten gezogen wird und
(2.) dass man nicht genau abschätzen kann, wieviel Schnur
sich zwischen Angelspitze und Pose befindet. Ansonsten
ebenfalls, wie die Standard-Montage, auch für Fließgewässer
geeignet.


Diese Methode ist sowohl bei stehenden als auch bei langsam fließenden
Gewässern geeignet, den Köder konsequent am Grund
anzubieten. Vorteil: in Fließgewässern treibt das Rig nicht
ab. Bei dieser Montage sollte der Anhieb sehr schnell nach dem
Abtauchen der Pose erfolgen. Bei schneller fließenden Gewässern
kann der Waggler (so nennt man eine auf diese Art montierte
Pose) von der Strömung unter Wasser gezogen werden. Dann
empfiehlt es sich, einen mit mehr Auftrieb und recht hoch
sitzendem Auftriebskörper zu wählen. Die Spaltbleie sind
relativ nahe am Waggler anzubringen.


Wie Voranstehend, jedoch liegt der Waggler bei stehenden Gewässern
und stellt sich erst bzw. taucht ab, wenn der Fisch mit dem
angenommenen Köder davonschwimmt. Bei schneller fließenden
Gewässern kann der Waggler, ist der Schnurstopper an der Öse
angelangt, schon einmal schief stehen. Dies deutet u.U. noch
keinen Biss an und es sollte in jedem Fall das Abtauchen der
Pose abgewartet werden.


Wie die beiden voranstehenden Montagen, jedoch kann hier - je nach
Auswahl des Köders - der Fisch eine unbegrenzte Strecke
nahezu Widerstandslos abziehen. Dies empfiehlt sich
beispielsweise bei Maden, die häufig von Plötzen, Rotfedern
etc. zunächst einzeln genommen werden. Zieht der Fisch dann
eine längere Strecke ab, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass
der Köder vollständig im Maul ist, größer. Stellt sich bei
diesem Rig der Schwimmer, so bedeutet dies in jedem Fall einen
Anbiss. Diese Methode ist jedoch nur für stehende oder sehr
langsam fließende Gewässer geeignet.


Mit diesem Rig können auftreibende Köder in einem genau
definierten Abstand vom Grund angeboten werden. Dies kann Brot
oder ein Köderfisch sein, der z.B. mit Kork versehen ist.
Hierzu eignet sich auch hervorragend der Einsatz eines mit
Boilie oder Teig versehenen Hair-Rigs mit einem kleinen
Kork-Auftriebskörper. Mit einer Kanüle oder Spritze Luft in
Köderwürmer injizieren. Diese bekommen dadurch Auftrieb.


Dies ist ein Beispiel einer Fluchtmontage. Fluchtmontagen zielen
darauf ab, dem Fisch beim Abziehen direkt Widerstand
entgegenzusetzen. Die Schnur zwischen Laufblei (oder Sinker)
und Rute ist in leichter Spannung zu halten. Dies kann z.B.
auf die unten abgebildete Art geschehen. Gleichzeitig dient
der Ring als optischer Bissanzeiger.




So können Sie in einem Fließgewässer den Köder oberflächlich
und stationär anbieten. Diese Art der Montage nennt sich auf
neudeutsch "Helicopter Rig".
Auf diese Art kann der Köder im Fließgewässer in genau
definierter Tiefe stationär angeboten werden. Auch dies ist
ein Helicopter Rig.


Hier eine Montage für schwimmende Köder. Vorgebleite Pose mit Öse
an der Spitze (Surface Controller), Schnurstopper und fertig.
Rig für große Tiefen


Ist die Gewässertiefe weit größer als Ihre Angel, so wird es
mit dem Auswerfen nahezu unmöglich. Mit Laufschwimmer und
Schnurstopper jedoch können Sie jede erdenkliche Tiefe
erreichen. Durch den Laufschwimmer fällt der Köder bis in
große Tiefen. Der Schnurstopper bewirkt, dass der Köder
genau bei der von Ihnen gewünschten Tiefe nicht weiter
absinkt. Ist der Schnurstopper gut angebracht (z.B. Float Stop
Knot siehe Anglerknoten), so kann er vor dem Auswerfen
durchaus mit auf der Spule aufgewickelt sein, ohne beim
Auswerfen das Abrollen der Schnur sehr zu behindern.
Hair Rigs
Bei den so genannten Hair Rigs, welche eine Spezialität der
Karpfen-Angler sind, werden meist Boilies oder Teigbällchen
an einer am Haken angebrachten Schnur mit Schlaufe, dem Haar (Hair)
befestigt. Diese Methode kommt aus England und stellt eine
hervorragende und erfolgreiche Möglichkeit dar.


Hier zwei Hair Rigs


Hier ein Solcher mit Boilie bestückt




Hier zwei Möglichkeiten zur Montage für auftreibende Köder.

Laufbleie


Hier eine "Bombe"


Hier das Beispiel eines Inline-Laufbleis


Möchten Sie mit offener Rolle angeln, um dem Fisch beim Abziehen
keinen Widerstand entgegenzusetzen, so kann bei windigem
Wetter das ungewollte Abrollen der Schnur von der Rolle mit
einem Gummiband verhindert werden. Beim Geringsten Zug, der
natürlich größer als der des Windes ist, rutscht die Schnur
aus der Gummibefestigung und kann frei ablaufen.

 


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