Gemeinnütziger Verein




 

Lexikon der Anglerbegriffe

Abködern:
einen Fisch schonend vom Angelhaken lösen


Additives:
alle Zusätze, die der Ködermasse zugegeben werden, wie z.B. Flavour, Sweetner etc.


Anfüttern:
das Einwerfen von Teig, Kartoffeln, Mais und Maden etc. am Angelplatz, um Fische aus dem Gewässer zum Angelplatz zu locken


Anhieb:
schnelles zurücknehmen der Rute, um den Angelhaken nach dem Anbiß in das Maul des Fisches zu treiben


Antenne:
sehr dünner Stiel an der Spitze von Posen; die Antenne zeigt Bisse besonders gut an


Anti Tangle Tube:
steife Tube, die verhindern soll, dass sich beim Wurf das Vorfach in der Hauptschnur verfängt; damit diese Methode erfolgreich ist, muss die Anti Tangle Tube länger als das Vorfach sein


Back Lead:
ein 10-30g schweres Blei, welches mittels eines Karabiners nach dem Auswerfen in die Hauptschnur gehängt wird, um so die Schnur zwischen Vorfach und Rute flach am Boden zu halten


Back Stop:
Hinterstopper, der das Laufblei so fixiert, dass die Schnur nur bis zum Stopper durchlaufen kann


Bait:
engl. für Köder


Balsaholz:
leichtes Holz für den Posenbau


Bankstick:
Erdspieß aus Metall zur Ablage der Ruten. Standard ist ein zweiteiliger Spieß, dessen Innenteil herausgezogen werden kann, um die Höhe anzupassen; zur Rutenablage muss ein Buzzer Bar darauf montiert sein


Basis-Mix:
Basismischung für die Boilieherstellung, welche aus verschiedenen Mehlen besteht


Bebleien:
das Austarieren einer Posenangel mit Bleischroten


Bedchair:
Liegestuhl mit verstellbaren Beinen


Birdseed:
Vogelfutter


Biwy:
Schirmzelt


Bleischrot:
kleine, eingekerbte Bleikugeln, die zum Austarieren des Schwimmers benutzt werden


Blinker:
künstlicher Köder aus Metall oder Kunststoff; wird beim Spinnfischen verwendet


Bobbin:
mechanischer Bissanzeiger aus Kunststoff: als Kletteraffe auf der Nadel laufend oder als Hänger über eine Schnur und einen Clip mit einem Bankstick verbunden


Boilie:
aus einer Teigmasse und durch abkochen hergestellter Köder


Boilienadel:
zum Durchstechen des Köders und Durchziehen der Schlaufe des Hair Rig


Bolt Rig:
Fluchtmontage; die Flucht kann mit verschiedenen Methoden provoziert werden: mit einem großen Haken mit freier Hakenspitze, mit straffer Schnur zwischen Rute und Blei und mit einem festgesetzten Blei; jedes Rig, das darauf baut, dem Fisch Widerstand nach der Köderaufnahme entgegenzusetzen, ist ein Bolt Rig


Braided Lines:
geflochtene Schnüre, die als Vorfachmaterial benutzt werden; mittlerweile wird geflochtene Schur auch als Hauptschnur benutzt; diese ist meistens jedoch aus monofiler Schnur


Brolly:
überdimensionaler Regenschirm, der mit einem Spieß fest in den Boden gesteckt wird


Brolly Overwrap:
zeltplanenartiger Überwurf für den Brolly, der den Schirm in ein Zelt verwandelt


Bubbler:
Karpfen, der beim Gründeln Blasenketten zur Oberfläche schickt, den wir aber nicht direkt sehen; allerdings können Bubbler leicht mit aufsteigenden Faulgas und mit anderen Fischen verwechselt werden


Bite Alarm oder Bite Indicator:
elektronischer Bissanzeiger


Buzzer Bar:
Querstange mit 2-4 Gewinden für Bissanzeiger und Rutenhalter, die auf den Bankstick geschraubt wird


Carp Dacron:
veraltetes Vorfachmaterial


Catch and Release:
Fangen und Freilassen; eine in - Deutschland verbotene (!!!) - "Selbstvertsändlichkeit" für Karpfenangler


Confidence Rig:
Montage, die dem Fisch so gut wie keinen Widerstand entgegenbringen soll, um so sein Vertrauen (Confidence) zu gewinnen


Connector:
doppelseitiger Karabiner


Controller:
selbstschwimmende, ausgebleite Pose, die als Wurfgewicht und zur Bissanzeige dient, bei der Präsentation eines Oberflächenköders auf weite Entfernungen


Crap Baits:
so genannte Müllköder; Boilies die aus den billigsten Zutaten hergestellt werden


Drill:
ein Fisch, der stärker ist als die Reißkraft der Schnur, wird gedrillt; dabei wird der Fisch durch Schnur Geben und wieder Einnehmen müde gemacht, so daß er gelandet werden kann


Drop Bite:
Fallbiss; der gehakte Fisch schwimmt auf uns zu


Enhancer:
Geschmacksverstärker, der helfen soll, das Aroma eines Köders besser und weiter im Wasser zu verteilen


Essential Oils:
in ätherischen Ölen gelöste Duftstoffe, die als Flavours verwendet werden


Eutrophierung:
unnatürliche Zunahme eines Gewässers an Nährstoffen (z.B. durch Einleitung von Dünger aus der Landwirtschaft) und damit übermäßiges und schädliches Pflanzenwachstum


Flavour:
flüssiger, hochkonzentrierter Aromastoff, der der Basismischung zugegeben wird, um der Teigmasse einen intensiven Geruch und Geschmack zu verleihen


Floater:
Floater sind an der Wasseroberfläche schwimmende Köder, wie z.B. Schwimmbrot oder Teig, der mit Korkkrümeln gespickt ist


Foam:
Schaumstoff, der mit auf das Haar gezogen wird, um einem normalen Boilie Auftrieb zu geben


Freebies:
alle Köder, an denen sich kein "Haken" befindet und somit frei sind


Futterkorb:
auch Swimfeeder genannt; Korb wird mit Lockfutter gefüllt


Grundfutter:
mit Grundfutter wird angefüttert; es besteht meist aus Paniermehl und wird zu Kugeln geformt, denen Maden, Mais und auch Lockstoffe beigemischt sind


Hair Rig:
die Haarmontage: der Köder wird mit Hilfe einer Boilie-Nadel auf ein Stück Schnur, dem Haar, gezogen, welches am Haken befestigt ist


Hakenlöser:
schluckt ein Fisch den Haken mit dem Köder zu tief, kann der Haken mit einem Hakenlöser schonend entfernt werden


Helicopter Rig:
siehe Montagen


Hot Spot:
die Stelle an der sich Fische gerne aufhalten und an der sie fressen; Hot Spots sind z.B. Sandbänke, Erhöhungen oder Gräben


Köder:
Lockspeise am Angelhaken


Laufblei:
Bleistück, durch das die Angelschnur möglichst widerstandlos durchgleiten kann, wird für Montagen benutzt, bei denen der Köder fest auf dem Boden liegt


Laufschwimmer:
schwimmender Bissanzeiger, der häufig beim Leger-Fischen benutzt wird


Leger-Methode:
alle Varianten des Grundangelns mit Blei, also das Gegenteil vom Posenfischen


Location:
die Lokalisierung eines guten Angelplatzes


Long Range:
das Fischen auf extreme weite Distanz, nicht unter 100m


Matchrute:
besonders sensible Angelrute, mit der man mit sehr dünnen Schnüren, große Fische sicher drillen kann


Monkey:
Kletteraffe, Vorläufer des Swingers


Montage:
das fertig zusammengesetzte Angelgerät


Montieren:
das Zusammenbauen des gesamten Angelgeräts


Multiples:
die sogenannten "Partikel", also Hanf, Mais und ähnliches, die in großen Mengen (auf Grund ihrer kleinen Größe) angefüttert werden


Naturals:
alle natürlichen Köder, wie Maden oder Würmer


Pop Up:
Köder mit Auftrieb, der mit einem Blei ein kleines Stück über dem Grund gehalten wird


Pose:
schwimmender Bißanzeiger, der den Angelhaken in einer bestimmten Wassertiefe hält, auch "Schwimmer" genannt


Präsentation:
die Art, wie wir dem Fisch unseren Köder anbieten


PVA:
(Poly Vinyl Alcohol) Wasserlösliches Material zum Anbringen von Stringern


Rig:
englischer Begriff, den Karpfenangler eingeführt haben; Rig bezeichnet den Teil der Montage, der am Ende der Hauptschnur sitzt, also Pose, v Blei, Haken, usw. Rigs gibt es fertig im Handel


Rod Pod:
meist zusammenklappbarer Rutenständer, der sehr stabil und variabel ausrichtbar ist


Run:
Run bezeichnet die schnelle Flucht eines Fisches, der den Köder genommen hat


Rutenaktion:
die Rutenaktion bezeichnet die Biegsamkeit der Angelrute


Schwimmer
siehe "Pose"


Senke:
auch Senknetz genannt; engmaschiges rechteckiges Netz mit einer Vertiefung in der Mitte; dient zum Fang von Köderfischen; nicht überall erlaubt


Shock Leader:
Schlagschnur, die vor die Hauptschnur gebunden wird; die Schlagschnur ist abriebsfester und wird oft benutzt, wenn Muschelbanken vorhanden sind


Sinker:
normaler Boilie, der keinen Auftrieb hat


Sounder Box:
Box, die mittels eines Kabels mit unseren Bissanzeiger verbunden wird und einen Biss so direkt zu uns überträgt


Spinner:
Überbegriff aus dem Spinnfischen; ursprünglich nur ein Blinker, der sich um die eigene Achse dreht


Spinnfischen:
hierbei werden künstliche und natürliche Köder ausgeworfen und im gleichmäßigen Drill eingeholt


Sprock:
die Larve der Köcherfliege, hervorragender Friedfischköder


Stringer:
Anfüttermethode; einige Boilies werden auf PVA Schnur gezogen, welche am Haken befestigt wird; so werden einige Boilies direkt neben unserem Hakenköder platziert


Sweetener:
Süßstoff zum Süßen des Mixes


Swimfeeder:
englische Bezeichnung des Futterkörbchens; mit der Swimfeeder kann auch in der Distanz angefüttert werden


Swinger:
mechanischer oder optischer Bissanzeiger; sensibler als Monkey


Tackle:
die komplette Angelausrüstung


Twister:
künstlicher Köder aus Gummi, der meist auf einen mit Blei beschwerten Haken gezogen wird, um ihn zum Absinken zu bringen; Twister haben entweder die Form eines kleinen Fischchens oder ähneln Würmern; der Schwanz ist jeweils so geformt, dass er sich beim Ziehen durch das Wasser bewegt und so einen Bissanreiz besonders für Raubfische setzt.


Unhooking Mat:
schonende Unterlage, auf der gefangene Fische (meist Karpfen) abgeködert werden, um sie anschließend wieder in das Gewässer zurückzusetzen


Vorfach:
dünneres Stück Schnur (20 bis 60 cm lang) das vor der dickeren Hauptschnur befestigt ist; wenn bei einem harten Drill etwas abreißt, so soll es das Vorfach sein und nicht die Hauptschnur, an der auch der Schwimmer angebracht ist


Vorgebleit:
Posen, die unter dem Posenkörper schon Blei tragen


Weighsling:
eine Art Sack zum schonenden Wiegen des Fisches


Wobbler:
Fischimitation, ist ein hervorragender Raubfischköder

 


[..Nach Oben..]




 

© 2003 SFV Wittlage e.V. - Alle Rechte vorbehalten